Sonstiges/Obertürenschließer

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Dieses Thema enthält 10 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Harald vor 10 Monate.

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  • #1491

    admin
    Keymaster

    Zunehmend häufen sich zusätzliche Maßnahmen seitens der Administration unserer Genossenschaft über deren Sinnhaftigkeit sich viele Mitglieder nur wundern. Solche Maßnahmen waren z.B. der Einbau von Zwangslüftern im Rahen der Rekomaßnahmen, die u.a. eine Erhöhung der Energie-Heizungskosten zur Folgen haben, abgesehen von den zusätzlich erzeugten störenden Geräuschen. Weiterhin der Einbau von Zwangslüftern an den Autobahnblöcken, die einen weiteren Entzug von Warmluft verursachen und die unter allgemeinen Protest und gegen den überwiegenden Willen der Wohnungsnutzer eingebaut wurden. Der neuste Clou unserer Administration ist jetzt ein recht kurzfristig angeordneter Einbau von „Obertürschließern“ an den Wohnungstüren. Man bezieht sich in dem diesbezüglichen Schreiben an die Nutzer auf angeblich gesetzl. Vorgaben und leitet daraus eine Duldungspflicht ab. Eine gesetzliche Bestimmung, die eine solche Maßnahme verlangt, existiert jedoch nicht. Augenscheinlich werden hier von lobbyistisch agierenden Unternehmen unter Vorspielung falscher Tatsachen auf unsere Kosten umsatz- und gewinnträchtige Geschäftsaktivitäten realisiert. Zu dieser Maßnahme wurde Widerspruch eingelegt.

    Dokumente:
    – Obertuerschließer (Schreiben der WG)
    – Widerspruch zu Obertuerschließern
    – Thüringer Bauordnung

  • #1504

    Horsti
    Teilnehmer

    In dem oben eingefügten Auszug aus der Bauordnung wurden in dem markierten Teil die Wohnungen ausdrücklich ausgenommen. Die Bauordnung unterscheidet mE zwischen drei verschiedenen Gefährdungsstufen und damit einhergehend verschiedene Türqualitäten. In der dritten Alternative werden sonstige Räume (damit auch Wohnungen) und Nutzungseinheiten bis 200m2 erfasst. Bei diesen Räumen werden mindestens vollständige dicht und selbstschließende Türen gefordert.

    Hier musste ich jetzt aber auch mehrfach lesen und googeln.
    Was den Brandschutz angeht, denke ich, sollten wir die Bequemlichkeit hinten anstellen. Wichtig ist doch, dass alle sicher aus dem Haus kommen, oder?!

    • #1508

      mismi
      Teilnehmer

      Hallo Horsti,

      Der Text in der Thüringer Bauordnung § 35 Abs. 6 lautet:
      (6) In notwendigen Treppenräumen müssen Öffnungen
      1. zu Kellergeschossen, zu nicht ausgebauten Dachräumen, Werkstätten,
      Läden, Lager- und ähnlichen Räumen sowie zu sonstigen Räumen und
      Nutzungseinheiten mit einer Fläche von mehr als 200 m2, ausgenommen
      Wohnungen
      , mindestens feuerhemmende, rauchdichte und selbstschließende
      Abschlüsse,

      – es geht um NE über 200qm und nicht bis 200qm,
      – Wohnungseinheiten sind von solchen Maßnahmen ausgeschlossen

      deine Bemerkung: ….Was den Brandschutz angeht, denke ich, sollten wir die Bequemlichkeit hinten anstellen. Wichtig ist doch, dass alle sicher aus dem Haus kommen, oder?! …

      wirst Du bestimmt revidieren, wenn Du mal eventuell unvorsichtiger Weise vor die Tür getreten bist und diese dann einfach zufällt und der herbeigerufene Schlüsseldienst Dir eine saftige Rechnung präsentiert. Diese Gefahr besteht bei vielen von uns, insbesondere bei älteren Leuten und Familien mit Kindern.
      Das Brandschutzargument steht hier auf schwachen Füßen, zumal ohne gesetzlich Vorgabe.
      M. Schmidt
      Vertreter

  • #1505

    FHB
    Teilnehmer

    Die neuartige Belüftungsanlage ist eine Belastung in jeder Hinsicht (Geräuschkulisse – insbesondere die Klickklack-Geräusche beim „Runterfahren“ und das jede Stunde; Wärmeentzug) und eine wesentliche Minderung der Wohnqualität, so dass eine Mietminderung eigentlich erfolgen müsste. Die erhöhten Kosten sollten auf die verantwortlichen Entscheider umgelegt werden, nicht auf die Mieter!

    Was soll das mit den Obentürschließern? Will man die Mieter bzw. die eigentlichen „Eigentümer“ vergraulen? So etwas ohne Rücksprache mit den Betroffenen beschließen? Mir erschließt sich nicht wirklich der Brandschutznutzen und will man sich jedesmal der gleichen Prozedur beim Öffnen bzw. Schließen der Wohnungstür unterziehen wie bei der Kellertür? Ein bisschen Selbstverantwortung sollte schon beim Menschen bleiben und nicht der Technikverliebtheit Einiger nachgegeben werden. Dann kann ich doch gleich mein Menschsein aufgeben und der Technik Vorrang geben. Das vorgebliche Argument „erhöhter Brandschutz“ ist in meinen Augen nur eine Schutzbehauptung. Auch gibt es da wieder „Begehrlichkeiten“ in Richtung Wartung etcetera mit zusätzlichen Kosten. Mir klingt das mehr nach Arbeitsbeschaffung für andere als wirklich erhöhter Wohnungsnutzen.

  • #1507

    mismi
    Teilnehmer

    Hallo,
    ungeachtet eines offenen Widerspruches an die Geschäftsführung zu dem Einbau der „Obertürschließer“ hat sich sich nunmehr kurzfristig die zur Vollstreckung beauftragte Firma „JZ Meisterbetrieb“ mit einer Vollzugsandrohung an die Nutzer der Breitscheidstraße 1-29 zwecks Ausführung gewendet. Es ist unfassbar, mit welcher Ignoranz die Geschäftsleitung der WG Mitgliederinteressen ignoriert. Jeder noch so sachliche Einwand durch Mitglieder und Vertreter wird durch die Geschäftsleitung abgebügelt – sind wir denn noch eine Genossenschaft????? Was macht derAufsichtsrat ?????

  • #1513

    admin
    Keymaster

    Vertreterinitiative:
    Mit Schreiben vom 16.12. 2016 wurden die Genossenschaftsmitglieder der R.- Breitscheid Str. 1-29 über den Einbau von „Obertürschließern“ informiert. Der Einbau sollte recht kurzfristig durch eine von der WG beauftragten Firma ausgeführt werden. Eine rechtssicher Begründung enthielt das Schreiben nicht, dagegen einen Verweis auf einen Paragrafen des BGB, dass die Nutzer diesen Einbau als duldungspflichtige Maßnahmen hinzunehmen haben. Dass der Einbau in einer Schnellaktion durchgeführt werden sollte, erzürnte die meisten der betroffenen Nutzer. Sie wendeten sich mit der Bitte an uns Vertreter, die Notwendigkeit und die Rechtslage hierzu zu überprüfen. Nach Prüfung der dieser Maßnahme zu Grund legenden Rechtsvorschrift wie die Thüringer Bauordnung konnten wir keine begründete Notwenigkeit zum Einbau von Obertürschließern erkennen und legten im Namen der Nutzer einen Einspruch ein. Dieses Schreiben wurde auf Grund der Kürze der Zeit und unmittelbar vor Weihnachten von 5 Vertretern mit dem Verweis der Vertretung von diesen ca. 60 dem Vorstand bekannten Nutzern unterzeichnet und an den Vorstand gesendet.

    Antwort des Vorstandes:  der Einbau der OTS erfolgt wie geplant Mitte Januar, die Vertreterschaft für die 60 Mitglieder durch die 5 Vertreter wird nicht akzeptiert, die mittlerweile von den Bewohnern separat an den Vorstand gerichteten Einwände wurden zurückgewiesen, zur Klärung des Sammelwiderspruch wurden nur die 5 betreffenden Vertreter zu einem Gespräch am 24.01. 2017 eingeladen, – somit eine Woche nach Vollzug des Einbaus der OTS. Die ca. 60 Bewohner sollen außen vor bleiben.

    Das ist die praktizierte Transparenz, mit der unser Vorstand visuell und verbal wirbt. Es sollte sich jeder ein Bild machen, wie die Realität in unserer Genossenschaft ist. Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass der Vorstand unsere Genossenschaft als sein Unternehmen betrachtet, in der er schalten und walten (investieren aufs gerade Wohl) kann wie er will, ohne die Interessen der Nutzer zu berücksichtigen – siehe Sonne, Sonnenhof, Ricarda Huch Haus. etc.. Wir, die überwiegende Anzahl der Mitglieder sind jedoch Wohnungsnutzer. Wir wollen zeitgemäß modernen Wohnraum, in dem wir uns wohl fühlen und den wir möglichst lange – bis ins hohe Alter nutzen wollen, und wieviel Wohnungen hätte man mit diesen Investitionsmitteln modernisieren können, statt die in die durch den Vorstand veranlassten o.g. Objekte zu investieren.
    Es ist unser Geld und über die Verwendung unseres Geldes wollen wir ein Mitbestimmungsrecht haben – das ist Genossenschaftsprinzip und das wäre Transparenz!!

    Für interessierte Vertreter kann der gesamt Schriftverkehr zu diesem Thema bei uns eingesehen werden.

    Schreiben von Nutzern zu den OTS an den Vorstand:
    Nutzer1
    Nutzer2

  • #1517

    mismi
    Teilnehmer

    Nun ist es amtlich bestätigt – keine Nachrüstpflicht zum Einbau von Obertürschließern

    Vom zuständigen Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Referat 21 | Baurecht wurde uns heute auf unsere Anfrage schriftlich bestätigt, dass keine Nachrüstpflicht zum Einbau der Obertürschließer besteht.

    Der Verweis auf eine gesetzliche Vorgabe zur Begründung des Einbaus von Obertürschließern, wie im Schreiben vom 16.12.2016 die Genossenschaft die Nutzer informierte, ist somit falsch.

    Auch die Begründung des Vorstandes der WG-CZ zu einem Widerspruch von 5 Vertretern der von ca. 60 Mitgliedern unterstützt wurde

    ….Ihre Lesart der Thüringer Bauordnung wird bedauerlicherweise von den Fachleuten nicht geteilt. In § 35 Abs. 6 Punkt 3 sind unter „sonstige Nutzungseinheiten“ gerade Wohnungen gemeint. Hier ist gefordert „… mindestens dichtschließend (Anm.: ist gegeben) und selbstschließend (Anm.: das sind die Obertürschließer)“ ….

    ist nicht richtig.

    Es ist äußerst bedauerlich, dass in einer für eine Genossenschaft untypischen Verfahrensweise wiederholt Maßnahmen einseitig ohne Berücksichtigung von Mitgliederinteressen mit unzutreffenden Begründungen durchgesetzt werden sollen. Eine der letzten Maßnahmen war der Einbau von Aeropac Geräten zu angeblichen Schallschutzmaßnahmen, in dessen Auswirkungen wir kältere Wohnung durch Undichtheit, höheren Heizkostenverbrauch etc. unter der wir heute zu leiden haben. Eine weitere Maßnahme war der Einbau von Zwangslüftungen mit den Auswirkungen von Wärmeentzug , Trockenheit und höhere Heizkosten etc.

    Wann begreift dieser Vorstand endlich, dass wir eine Genossenschaft und kein gewöhnlich marktwirtschaftlich orientiertes Immobilienunternehmen sind.

  • #1523

    admin
    Keymaster

    Gesprächsergebnisse 24.01.17 zum Thema OTS, Nebenkosten und Lüfter

    Von unserer Seite haben teilgenommen die Vertreter:

    Michael Schmidt, Mike Adrion, Bernd Häcker, Dr. Gottfried Schmidt, Helmut Kubin, Dieter Seela

    Uns gegenüber saßen die Entscheider der WG-Verwaltung sowie auf deren Einladung die Herren Fehrmann, Bauordnungsamt und Haug, Feuerwehr.

    OTS:
    nach einiger Diskussion bestand Einigung darüber, dass die betreffenden Regelungen in der Thüringer Bauordnung auf unsere Häuser wegen des Bestandsschutzes nicht angewendet werden können. Diese Regelungen müssen beachtetet werden bei Neubau, wesentlichen Änderungen oder einer Anordnung im Falle vieler gravierender Brandschutzmängel – auch dies alles trifft auf uns nicht zu. Eine Anordnung seitens des Bauordnungsamtes zum Einbau der Obertürschließer in Bestandswohnungen wurde auch nicht erlassen.

    Der tatsächliche Zwang aus Sicht des Vorstands besteht aber nun darin, daß dieser Bestandsschutz durch ein vorliegendes Brandschutzgutachten gebrochen wird, in dem diese OTS als „Ertüchtigung und Aufwertung des Treppenhauses gesehen werden“. Dieses Gutachten wurde durch die WG CZ in Auftrag gegeben, da angesichts eines Brandopfers in 2015 in der L.-Herrmann-Str. durch das Bauordnungsamt eine allgemeine Untersuchung der Brandschutzsituation im hiesigen Umfeld veranlaßt wurde. Hr. Boshold wies darauf hin, dass die Leitung der WG durch dieses Gutachten den Bestandsschutz hinten anstellen muß und dabei keinen Entscheidungsspielraum hat, da ansonsten im Falle eines späteren Schadensereignisses, das durch OTS hätte gemindert oder verhindert werden können, erhebliche juristische Konsequenzen drohen. Hierzu existiert unseres Wissens leider noch keine adäquate Rechtssprechung, so daß die juristische Beurteilung schwer möglich ist. Die Leitung der WG bleibt somit beim Einbau der OTS und kündigt an, dies notfalls durchzusetzen. In Fällen, wo der Einbau von Bewohnern abgelehnt wurde, wird einmalig ein neuer kostenloser Termin angeboten.

    Das Brandschutzgutachten wurde uns auf Anfrage leider nicht ausgehändigt, kann aber in den Geschäftsräumen eingesehen werden, wie uns der Vorstand versicherte.

    Nebenkosten und Lüfter:
    Stromkosten:
    Für den Lüfter ist gemäß gesetzlicher Auflage ein Unterzähler vorhanden. Dieser Betrag wir vom Hausstromzähler subtrahiert, somit erfolgt keine Doppelberechnung

    Schornsteinfeger:
    Das Hauptrohr der Lüftungsanlage muß gereinigt werden, was die Lüfterfirma zwar auch könnte, aber beim Schornsteinfeger wegen der dort bereits vorhandenen Technik preiswerter ist – daher extra Schornsteinfegerleistung

    Lüfter:
    Die Lüfterleistung entspricht der gesetzlichen Vorgabe für Zwangslüftung. Diese Leistung konnte vom Sollwert 40m3 auf 25m3 dadurch abgesenkt werden, da ein Feuchtesensor vorhanden ist.

    Auswertungen des Energieverbrauchs vor und nach dem Einbau dieser Aktivlüftung in anderen Häuser hätten ergeben, dass sogar ca. 20% weniger Verbrauch vorliegt. Hier müssen wir wohl unsere eigene Beobachtung in den nächsten 1-2 Jahren abwarten.

    Die Belästigung durch Rauschen und Klopfgeräusche wurde durch uns intensiv thematisiert sowie Änderungen vorgeschlagen und gefordert. Die Machbarkeit dieser Verbesserungen wird nun in Tests geprüft und im positiven Fall umgesetzt. Hier sind wir eingebunden, werden weiter dranbleiben und informieren.

    Sonstiges:
    Wir haben deutlich gemacht, dass wir nicht nur in unserem Namen sprechen, sondern als Vertreter ausdrücklich die Interessen einer Vielzahl unserer Mitbewohner vertreten, was wir

    a) als unsere selbstverständliche Vertreteraufgabe verstehen und

    b) wir bei Bedarf dokumentieren würden.

    Hr. Boshold hat auf diese Dokumentation verzichtet und seinerseits darauf hingewiesen, dass wir außerhalb der jährlich 1x stattfindenden Vertreterversammlung keine Vertreterrechte haben und wir in dieser Veranstaltung somit von ihm auch nicht als Vertreter sondern nur als Beschwerdeführer wahrgenommen werden. Diese gegensätzlichen Position werden wir weiterhin thematisieren mit dem Ziel, ein Umdenken beim Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen.

    Mit genossenschaftlichen Grüßen
    eure Vertreter

    Michael Schmidt
    Mike Adrion
    Bernd Häcker
    Dr. Gottfried Schmidt
    Helmut Kubin
    Dieter Seela

  • #1524

    Harald
    Teilnehmer

    Hallo Mismi (Beitrag #1508),

    zur Faktenlage:

    Die Thüringer Bauordnung verpflichtet zum Einbau dieser Selbstschließer – auch in Wohnungen. Da Gesetze grundsätzlich aber nur für neue Sachverhalte gelten (also Neubau oder wesentliche Änderungen), müßte eine Nachrüstpflicht ausdrücklich durch eine Aufsichtsbehörde – z.B. vor den Hintergrund vieler gravierender Brandschutzmängel – angeordnet werden. Das trifft für die Breitscheid-Str. aber nicht zu. Von daher bestand formal tatsächlich erst einmal kein gesetzlicher Zwang. Ausgelöst durch einen Brandfall in 2015 mit einem Opfer (Ursache war fehlender 2. Fluchtweg Balkon, mit dem fehlenden OTS hatte das nichts zu tun) existiert nun allerdings ein Brandschutzgutachten, in dem diese Nachrüstung empfohlen wird und wodurch sich die WG-Leitung gezwungen sah, den Bestandsschutz hinten anzustellen und den Einbau der OTS zu veranlassen. Wegen fehlender Rechtssprechung läßt sich das z.Zt. schwerlich bewerten. Vor diesen Hintergrund wirken die Begründung für die OTS-Nachrüstung „gemäß gesetzlicher Vorgaben“, der Hinweis an die Bewohner auf die Duldungspflicht laut BGB wegen Bagatelle und der aufgemachte Termindruck allerdings problematisch.

  • #1506

    awgdidi
    Teilnehmer

    05.01.2017
    awgdidi

    Da ist dem „Horsti“ nach meinem Verständnis doch sicher ein kleiner Fehler unterlaufen
    In der Bauordnung des Freistaates Thüringen steht nicht bis 200m², sondern mit einer Fläche von mehr als 200m² für sonstige Räume und Nutzungseinheiten.
    Ansonsten wären Obertürschließer ja gerechtfertigt
    Wohnungen sind aber generell ausgenommen.

    Der Irrsinn oder auch Wahnsinn der unverhältnismäßigen WG Entscheidungen treibt mir die Zornesröte ins Gesicht
    Ich sehe die Obentürschließer ebenfalls als Arbeitsbeschaffungsmaßname auf Kosten der Mieter
    Jeder Mieter müsste aus Sicherheitsgründen zum Schlüsselkind wie in tiefsten DDR-Zeiten werden.
    Tritt man kurz ins Treppenhaus, schlägt hinter einem die Tür zu und ist man kein „Schlüsselkind“ ist das wieder eine Arbeitsbeschaffungsmaßname für den vertraglich in die WG eingebundenen Schlüsselnotdienst.
    Selbstverständlich wieder auf Kosten der Mieter.
    Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass sicher nicht immer sofort ein Telefon (Handy) zur Hand ist.
    Vielleicht muss man bei -20°C in der Kittelschürze zum nächsten Telefon laufen, welches möglicherweise gerade defekt ist.
    Die Auswirkungen könnten noch unendlich fortgesetzt werden und tragisch enden.
    Wen wundern aber diese idiotischen Maßnahmen? Vorstand und Rautal sollen ja eine „Seilschaft“ sein!
    Außerdem stellt sich die Frage, ob der Aufwand gerechtfertigt ist. Es wird der Anschein erweckt, als brenne es wöchentlich in jedem Block und es sind immer Tote zu beklagen.
    Welch ein Schwachsinn.
    Wenn die WG könnte, würden sie sicher sofort alle KFZ verbieten, denn tausende sterben auf den Straßen.
    Wie viele Menschen kommen jährlich durch fehlende Obertürschließer ums Leben???
    Diese Frage sollte die WG-Geschäftsführung doch bitte umgehend beantworten.

    Noch eine Anmerkung zu den Zwangsablüftern.
    Jeder Lüfter ist auf einen Luftdurchsatz von 36 – 40m³/Stunde eingestellt. (ich war bei der Einstellung dabei)
    Abgesaugt wird Warmluft aus der Wohnung, zwangsläufig strömt Kaltluft von außen in die Wohnung nach.
    Aber nicht genug damit. Wie mir aus gut unterrichteten Kreisen bekannt ist, könnte die nächste Schweinerei für uns bereits vorprogrammiert sein.
    Es gibt schon WG-Wohnungen, in denen eine Zwangsluftzufuhr durch eingebrachte Öffnung in den Küchenfenstern realisiert wurde. Man stelle sich vor, -20°C kalte Außenluft wird mit öffnen der Abluft-Ventile angesaugt.
    Welch Horror.
    Angeblich ist es Bewohnern schlecht geworden, da durch die Ablüfter ein Unterdruck in den Wohnungen entsteht.

    Viele Grüße und ein „GESUNDES NEUES JAHR“

    awgdidi

  • #1518

    FHB
    Teilnehmer

    Problematik OTS (Obentürschließer)

    Ich habe gegen meine vorherige Überzeugung die OTS doch einbauen lassen.
    Hatte aber ein gutes Gespräch mit dem verantwortlichen Monteur der ausführenden Firma gehabt und die Bauausführung war problemlos und klappte gut.

    Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Verfahrensweise des Vorstandes in dieser Angelegenheit einer Genossenschaft nicht würdig ist.

    Es ist nicht zu verstehen und findet mein Missfallen und auch das anderer, warum trotz massiver Bedenken und Einwände von Vertretern der Wohnungsnutzer bzw. Genossenschaftler der Einbau der OTS durchgezogen und nicht zeitlich verschoben wurde. So schafft man vollendete Tatsachen!
    Gelten die Vertreter in den Augen des Vorstandes nix? Wozu sollen dann welche gewählt werden, als Feigenblatt für den Vorstand?
    Die rechtliche Seite des Einbaus der OTS war noch nicht vollends geklärt.

    In Gesprächen mit verschiedenen Wohnungsnutzern habe ich den Eindruck gewonnen, dass sie sich an sich überfahren und nicht wirklich über die Sachlage informiert fühlten. Sie haben quasi den Einbau über sich ergehen lassen.
    Der Vorstand sollte sich also nicht an eventuellen Zahlen ergötzen, die vorgeblich von sehr wenigen künden, die sich gegen den Einbau der OTS verwahrten und damit offen gegen die Art und Weise der Durchführung durch den Vorstand aussprachen.

    Die Zahl der Unzufriedenen ist wesentlich höher! Und diejenigen, welche sich um einen vorgezogenen Termin bemüht haben, wollten das – meine Vermutung, muss nicht für alle zutreffen – vielleicht nur hinter sich haben zu einem für sie günstigen Zeitpunkt. Hat aber bestimmt nichts mit einer glühenden Zustimmung für den Vorstand zu tun.

    Wenn zur Begründung für den Einbau der OTS unter anderem ein Bild herangezogen wird, welches einen Elfgeschosser zeigt und nicht wie bei uns vorhanden einen 5-Geschosser, zeugt das von mangelnder Sensibilität.
    Auch sind Gutachten nur für Empfehlungen gut und nicht für ein „Muss“ in der Umsetzung.
    Gutachten bzw. Studien allgemein sind bekanntermaßen mit Vorsicht zu genießen. Man muss sich immer fragen, wer diese beauftragt und bezahlt hat, welchem Zweck sie dienen sollen, welche Aufgabenstellung durch den Auftraggeber erfolgte und was eventuell am Ende für den Auftraggeber stehen soll.

    Ein Mitglied der Genossenschaft und Wohnungsnutzer (kein Vertreter)

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