Satzung/ Aufsichtsrat

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    nordler
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    Der Aufsichtsrat mit seinen Aktivitäten sowie Rechten und Pflichten gehört mit zu den wichtigsten Gremien einer Genossenschaft. Im aktuellen Statut der WG Carl Zeiss wird das alles in den §§ 23-29 abgehandelt. Speziell zum § 23 sehen wir Handlungsbedarf, weil darin bisher

    1) keine oder nur vage Formulierungen zur Kandidatenaufstellung und
    -auswahl sowie zum Wahlablauf enthalten sind;
    Die Fragen sind:
    a) Wer schlägt die Kandidaten vor?
    b) Wer erstellt die Kandidatenliste mit den Bewerbern?
    c) Wie wird die Kandidatenliste veröffentlicht?
    d) Wie wird der Wahlvorstand gebildet?
    e) Wie erfolgt die Wahl der Mitglieder?
    in geheimer oder öffentlicher Abstimmung; mit Vorstellung und
    Befragung der Kandidaten?

    2) im Vergleich zu vielen anderen Satzungen eine viel zu lange Mandats-
    zeit der AR-Mitglieder festgelegt ist; die Regelmandatszeit beträgt
    3 Jahre, in unserer WG 6 Jahre!;
    auf alle Fälle sollte sie nicht länger sein, als die Mandatszeit der
    Vertreter mit 5 Jahren;

    3) eine viel zu hohe Altersgrenze mit dem vollendeten 75. Lebensjahr
    angegeben ist, was heißt, zum Ende der Amtszeit kann man 81 Jahre
    alt sein!;
    in den meisten anderen Satzungen liegt diese Grenze teils deutlich
    darunter; sie sollte irgendwo zwischen 70 und 72 Jahre neu
    geregelt werden, was für die Bedeutung und Anforderungen dieses
    Amtes angemessener ist;

    4) generell keine Grenze für die Anzahl der Wiederwahlen eines AR-
    Mitgliedes vorgesehen ist;
    unabhängig von der Wahlbestätigung sollte hierzu eine Begrenzung auf
    zwei oder drei Amtszeiten zumindest für die Position des Vor-
    sitzenden vorgenommen werden, was nicht ausschließt, dass er als
    normales Mitglied trotzdem länger dem AR angehören kann;

    5) keine Festlegungen zur „Corporate Governance“ für die Wahl in den AR
    enthalten sind;
    d.h., dass in so einem Amt die gesetzliche und berufsständische Un-
    abhängigkeit zu wahren ist, um Interessenkonflikte zu vermeiden; es
    gibt dazu Empfehlungen, Angehörige von
    -Bauunternehmen,
    -Planungs- und Ingenieurbüros,
    -Anwaltskanzleien,
    etc., die für ihre Unternehmen vertretungsbefugt sind, nicht in den
    Aufsichtsrat zu wählen, da hier Interessenkollisionen im Immo-
    bilienbereich nicht ausgeschlossen werden können;

    6) keine Festlegungen zum Verhältnis wohnende und nichtwohnende Mit-
    glieder im Aufsichtsrat enthalten sind;
    da der grundsätzliche Fördergedanke unserer Genossenschaft auf das
    Wohnen ausgerichtet ist, sollte so eine Festlegung zwingend sein!

    Grundsätzlich ist jedoch abschließend zu bemerken, dass die vorstehend aufgeführten Gedanken nur die eine Seite der Medaille sind. Die andere Seite bedeutet, dass jedes Mitglied darüber nachdenken sollte, sich für eine Mitarbeit in den Gremien zur Verfügung zu stellen. Das heißt, man sollte für eine Kandidatur in den Gremien Vertreter und Aufsichtsrat offen sein, wenn man eine lebendige Demokratie in der Genossenschaft möchte! Für eine Mitarbeit im AR sind natürlich bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten wünschenswert, aber vieles kann man lernen.
    Nun ist Ihre Meinung als Vertreter gefragt!
    Satzungsfestlegungen sind Vertretersache!

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